Book Talk Edition mit Stefan Loose: Der Mann hinter den Reiseführern

Shownotes

Neue Folge, neuer Gast und dieses Mal wird euer Fernweh auf etwas andere Art und Weise geweckt 🌍

In der aktuellen „Book Talk Edition“ nehmen euch Jannik & Kara mit auf eine Reise in die Anfänge des Backpackings - gemeinsam mit keinem Geringerem als Stefan Loose, dem Mann hinter den legendären orangefarbenen Reiseführern, die seit den 70ern in gefühlt jedem Rucksack deutschsprachiger Traveller stecken. Sein erstes Südostasien-Handbuch hat Stefan übrigens 1978 aus seinen eigenen monatelangen Reiseerfahrungen zusammengezimmert. In einer Zeit, in der Reisetipps noch von Reisendem zu Reisendem weitergegeben wurden 🧡

Wir sprechen mit ihm über eine Zeit, in der Reisen auch hieß: kein Handy, kein WLAN, viel Staub und ziemlich viele Fragezeichen, und warum genau das vielleicht das Beste an der Sache war. Stefan erzählt von Begegnungen, von Hippie-Trail-Vibes und davon, wie aus einer wilden Idee eine echte Kult-Reihe wurde. Und wir schauen auch ins Jetzt: Braucht man im Zeitalter von Internet, Blogs & TikTok überhaupt noch Reiseführer? Spoiler: Stefan hat dazu eine ziemlich klare Meinung 👀.
Außerdem für eure Leseliste: Stefans persönliche Top 3 Empfehlungen und was auch nicht fehlen darf: unser obligatorisches Entweder-Oder, bei dem selbst alte Reisehasen kurz ins Schwanken kommen. Also: Kopfhörer rein, Alltag raus. Wir gehen kurz verloren, aber auf die schönste Art.

Transkript anzeigen

00:00:01: Zwischen Kotti und Kapiteln.

00:00:03: Dein Buchklub im Podcastformat.

00:00:06: Jeden zweiten Dienstag,

00:00:07: überall wo

00:00:07: es Podcasts

00:00:08: gibt!

00:00:08: Für alle die lesen lieben oder lernen ist zu tun.

00:00:12: Ich bin Janik Schümann

00:00:13: Und ich bin Kara Wolf.

00:00:20: It's a

00:00:21: beautiful sunny day.

00:00:23: Guten

00:00:23: Morgen Kara.

00:00:25: Wir sind ganz schön früh aufgestanden heute.

00:00:27: Heute sind wir richtig früh dran aber... Es

00:00:32: steht noch einiges auf dem Programm.

00:00:33: Meine Eltern kommen nämlich zu Besuch und deswegen müssen wir heute früh anfangen, damit ich sie vom Bahnhof abholen

00:00:38: kann.

00:00:39: Das ist wieder

00:00:39: Freitag!

00:00:40: Wir nehmen wieder ein paar Tage vorher auf.

00:00:43: Ich freue mich mit dir wieder zu schnacken.

00:00:46: Ich freu mich auch.

00:00:46: Heute haben wir kein Buch zwischen uns, weil wir gleich wieder ein Gast begrüßen dürfen

00:00:50: und zwar einen ganz tollen Gast.

00:00:52: Dazu

00:00:52: aber später?

00:00:53: Genau dazu später mehr.

00:00:54: Janek was war los?

00:00:56: Was war los?

00:00:57: ich war also fangen wir mal hinten an das heißt gestern und vorgestern und vorher gestern.

00:01:03: Ich war in Köln, weil ich einen Job hatte und das Problem ist ich kann noch nichts über diesen Job erzählen und ich wünschte ich könnte über den Job etwas erzählen.

00:01:13: Ein bisschen kryptisch davon berichten.

00:01:17: Es waren Sprachaufnahmen, es waren aber auch ... Jetzt wird's ein bisschen funny und alles so.

00:01:24: Was macht der?

00:01:25: Es waren aber Gesangsaufnahmen.

00:01:26: Er singt!

00:01:28: Der Mann singt jetzt...

00:01:29: Ja ich bin bei DSDS.

00:01:32: Ich wünschte, ich könnte mehr erzählen.

00:01:34: das klingt jetzt ein bisschen absurd Aber es ist, sagen wir mal so.

00:01:37: Als ich die Anfrage bekommen habe für diese Arbeit, hab' ich fast geweint weil mein Herz hat sich erfüllt und ich freue mich Leute, ich freu mich das sodann mit euch teilen zu können.

00:01:49: wenn ich's dann irgendwann teilen darf.

00:01:51: Wann darfst du's denn teilen?

00:01:53: Ich weiß es nicht!

00:01:53: Ich weiß nur dass es erscheint und rauskommt im November.

00:01:58: Okay macht euch auf eine lange Wartezeit gefasst.

00:02:01: Genau ich glaube ich kanns auf jeden Fall freuteilen.

00:02:03: Also vielleicht kann ich so im Juli mit euch Teilen

00:02:06: Sind ja nur noch drei Monate.

00:02:09: Aber es war wirklich, es war wunderschön und ich hatte den Spaß meines Lebens.

00:02:13: Magst du Köln?

00:02:14: Ja.

00:02:15: Weißt du was?

00:02:16: Ich

00:02:17: finde Kölnen nicht schön... Ich bin aus Hamburg, ne?

00:02:19: Ich wohne jetzt seit sechzehn Jahren in Berlin Und ich bin auch durch die Arbeit ... sehr viel und für eine lange Zeit an verschiedenen Orten, was ja so toll ist.

00:02:27: Weil ich die Möglichkeit habe... ... mich dann so kurz für zwei drei Monate zu fühlen als zum Beispiel würde ich in München leben.

00:02:34: Bekommen dann mal Wohnungen gestellt und hab' so richtig das Gefühl von... Ich weiß nicht, ich koche selbst, ich wasch meine Wäsche selbst,... ...ich räume die Wohnung auf, in der ich lebe.

00:02:42: Das heißt, ich liebe wirklich für eine kurze Zeit irgendwo anders.

00:02:45: Und ich liebe es zum Beispiel immer in Münchens zu sein.

00:02:47: Ich liebe es in Münchi zu drehen und für kurze Zeiten in Münchnen zu sein.... würde aber nicht gerne in München wohnen wollen.

00:02:54: Peace out an alle, die in Münchewohnen ist einfach persönlich nicht meins und vor allem noch weniger meins ist Hamburg als Hamburger.

00:03:02: Es ist interessant.

00:03:04: Also weil ich hätte jetzt so voll viele Hamburger sind ja so absolute Hamburg-Verfechter und so Hamburg meine erste Liebe, ja genau Perle stimmt die

00:03:14: Perle.

00:03:14: Ich liebe Hamburg auch und hier dasselbe.

00:03:16: Ich bin total gerne in Hamburg und ich habe immer einen Fuß in Hamburg dadurch das meine Familie da wohnt.

00:03:22: Für mich ist es Berlin und für mich ist Berlin auch der einzige Stadt in Deutschland in der ich leben wollte.

00:03:26: wenn ich mir aber eine andere Stadt aussuchen müsste Wäre es, glaube ich, Köln?

00:03:31: Die Leute sind halt irgendwie so ein bisschen netter.

00:03:33: Die Mentalität

00:03:34: ist halt der Hammer dort!

00:03:35: Also ich liebe es in Kölnen zu sein weil die Menschen da einfach so lieb

00:03:39: sind.

00:03:39: Genau, magst du Kölner?

00:03:41: Hast

00:03:41: du eine Beziehung zur Kölne?

00:03:42: Ich finde

00:03:42: nicht wirklich.

00:03:43: also einen Freund von mir wohnt da aber... war glaube ich irgendwie zwei-dreimal in Kologne.

00:03:48: Okay.

00:03:49: Also ich habe da keine besondere Verbindung zu.

00:03:51: Aber wie gesagt das ist jetzt nicht die schönste Stadt.

00:03:53: Es

00:03:54: ist überhaupt nicht die Schönste Stadt.. aber es ist halt irgendwie wirklich netter und das Gefühl dort zu sein.

00:03:58: Ja genau da war ich

00:03:59: Sehr schön.

00:04:00: Und du?

00:04:01: Was hast du erlebt?

00:04:02: Es war irgendwie voll viel los und ich wollte mit dir auf jeden Fall auch noch mal, und mit der Community über unsere geile Osteraktion reden... Yes!

00:04:09: ...weil wir haben ja... Wir sind gehoppelt Karin.

00:04:12: Wir sind durch Kreuzberg gehoppeld erfolgreich durch Kreutzberg gehopbelt und haben über fünfzig Bücher versteckt.

00:04:17: und nicht nur das sondern wir haben auch so tolle Nachrichten von euch, von unserer Community bekommen, dass ihr euch zufällig getroffen habt.

00:04:27: Dass ihr die Bücher gefunden habt und wir haben uns so gefreut... ...dass ihr euch auch einfach untereinander kennenlernen durftet.

00:04:33: Das ist total schön für uns auch zu hören und zu erfahren!

00:04:36: Ich

00:04:37: hätte nicht gedacht das es vier Stunden dauert diese Bücher zu verstecken.

00:04:39: Es war so anstrengend.

00:04:40: ich war auch am Abend, ich war fix und fertig.

00:04:43: Ich habe es halt nicht so viel Spaß

00:04:45: gemacht.

00:04:46: Leider

00:04:46: könnt ihr keine Bücher mehr finden.

00:04:47: aber für alle die's verpasst haben Wir haben ein paar Reels zu unserer Osteraktion gepostet.

00:04:52: Die könnte ich gerne nochmal anschauen.

00:04:53: Sehr schön.

00:04:54: Es hat Spaß gemacht!

00:04:55: Und

00:04:55: dann waren wir noch im Kino und haben The Drama geschaut?

00:04:57: Oh

00:04:57: ja, mmh.

00:04:58: The drama... geil.

00:04:59: Geil.

00:05:00: Geile.

00:05:00: Liebig.

00:05:01: Es ist ein Film der mich wirklich seit langer Zeit mal wieder richtig umgehauen hat.

00:05:07: Sandaya ist einfach eine Göttin immer und dieser Film ist aber so geil weil er so viele unterschiedliche Layers hat.

00:05:14: also ich war so reingezogen in diese Story und auch Robert Pattinson alles.

00:05:20: Ich finde

00:05:21: Robert Pattonsen so toll Und ich find das Geilste an Robert Pattinson ist, dass er geschafft hat von ... Also in dieser Filmwelt.

00:05:30: Wir haben ja schon über's Kategorisieren geredet im Folgen zuvor und wenn du halt einmal eine Person bist oder einmal in so einem Mainstream-Erfolg mitspielst dann ist es total schwer da wieder rauszukommen.

00:05:43: zum Beispiel.

00:05:44: Harry Potter.

00:05:45: Ja.

00:05:45: Er hat sich einfach so sehr von Edward zu distanzieren und zu einem so krass ernstzunehmenden Schauspieler zu werden.

00:05:52: Geiler Schauspieler, die beiden zusammen.

00:05:55: Also

00:05:55: in der Rolle ... Wow!

00:05:56: Mega.

00:05:56: Absoluter

00:05:57: Filmtipp.

00:05:58: Schaut euch den Drama an ist lohnt sich und wir sind auch ganz gespannt was ihr über den Film denkt weil es gibt einen krassen Plottwist.

00:06:06: Der ja schon im Trailer, aber man weiß nicht wirklich worum's geht.

00:06:09: Und sonst du?

00:06:10: Ich habe festgestellt also du kennst mich ich bin eigentlich eine relativ organisierte Person mein Assistent ist Jungfrau das merkt man.

00:06:17: Sie ist keine Jungfraubelt Sie redet nur von ihrem Assistentin.

00:06:24: Mein Assistent ist Jungfrau!

00:06:26: Jungfrauen sind sehr ordentlich, ich bin auch sehr ordentlich, würde ich sagen.

00:06:29: Bist

00:06:29: du?

00:06:30: Ich bin aber manchmal eine krasse Prokrastiniererin.

00:06:35: Ich auch...

00:06:36: Boah Scheiße!

00:06:37: Das ist echt

00:06:40: ne Kack-Eigenschaft wirklich und das war so.

00:06:42: also Beispiel.

00:06:44: Ich habe eine Rechnung bekommen, eine Arztrechnung und die lag auf meinem Schreibtisch und ich wusste ... überweisen.

00:06:50: Das ist eine Sache von drei Minuten, literally!

00:06:53: Ganz schnell, ganz schnell... Es geht ganz schnell und ich habe diese Rechnung angeguckt und ich hatte einfach keinen Bock.

00:07:00: Kennst du das?

00:07:02: Ich hatte keinen Bock die Rechnungen zu überweisen und dann war ich so...

00:07:05: Aber warum hat man es meistens mit Rechnungs- oder Steuersachen?

00:07:08: Das

00:07:08: ist Steuer auch.

00:07:09: Steuer ist ja einfach nur... Nur nasty.

00:07:12: Shout out an meinen Vater der immer noch meine Steuer macht I love you.

00:07:21: Es ist einfach nur so, man guckt diese Dinge an und ich weiß ja es ist kein Stress.

00:07:27: Ich hätte es in zwei Minuten erledigt.

00:07:30: Und jetzt war gestern zu besagter Rechnung die auf meinem Schreibtischlag Aufforderungscharakter hatte im Sinne von überweise mich.

00:07:40: Hi!

00:07:41: Here I am!

00:07:44: Jetzt kommt sicher bald die Mahnung.

00:07:45: Gestern war sie ein Briefkasten.

00:07:47: Ich meine, das sind dann am Ende zwei Fünfzig oder so wahrscheinlich.

00:07:49: Aber... Das

00:07:50: ist voll egal!

00:07:51: Aber dass man es zu dem Punkt

00:07:52: kommen lässt, das

00:07:53: ist so richtig doof.

00:07:54: Bei mir ist es der Seepalast trifft Mandat meiner Krankenkasse.

00:07:59: Dass ich einfach unterschreiben könnte.

00:08:01: Nein?

00:08:01: Könntest

00:08:02: du?

00:08:02: Nein.

00:08:03: Ich habe mich dazu entschieden, warum auch immer, dass jeden Monat zu überweisen selbst machst natürlich aber proaktiv.

00:08:09: Und ähm ... Es kommt natürlich immer bis zur dritten Aufforderung, weil's denn nur einfach vergesse.

00:08:14: Ja.

00:08:15: Das Wort übrigens Pro-Krastinieren ne?

00:08:18: Ich spreche das nie aus, weil ich nie weiß an welcher Stelle er kommt.

00:08:22: Prokrastinien?

00:08:24: Die

00:08:24: sag mal aufschieben.

00:08:26: Aufschieberites!

00:08:27: Das kenne ich sehr gut und ich glaube also ich kenn ganz viele Menschen denen es nicht anders geht.

00:08:32: Wie geht's euch?

00:08:33: Habt ihr auch die prokrastinetes Fragezeichen überweist dir eure Krankenkassen dafür

00:08:42: selbst?!

00:08:43: Oder ab der Inseperlast, schrifft man da?

00:08:44: Es ist so schlimm.

00:08:47: Aber wir wollen jetzt hier nicht die ganze Zeit nur über Mahnung und Geld reden.

00:08:51: Wir können ja mal die Biege bekommen zu unserem Gespräch heute.

00:08:54: Ja weil das ist ein Themenbereich glaube ich in dem man überhaupt nicht progressiviert also ich nicht.

00:09:00: Weil

00:09:01: das

00:09:01: Excitement is real when es dazu kommt dass man das machen kann.

00:09:07: Frage zeichnen was machen wir jetzt eigentlich?

00:09:09: Pass auf!

00:09:10: Das Tolle an unserem Projekt hier ist, dass wir uns ja Leute einladen können.

00:09:16: Das haben wir auch schon oft gesagt mit denen wir uns unterhalten wollen weil wir diese Themenfeldern den sie rum schwirren einfach viel zu spannend finden.

00:09:26: und ich habe dich angerufen nach der Huskies-Affari von der ich erletzte Folge erzählt hatte in einer Huskys-Aaffari auf dem Schlitten hat man so viel Zeit über alles mögliche nachzudenken.

00:09:37: Und die Gedanken schweifen so richtig davon, das war wie eine Meditation und ich hatte überlegt mit wem möchte ich mich unterhalten?

00:09:44: Wem könnten wir mal wieder einladen?

00:09:46: Dann habe ich an diese eine Person gedacht und hab nicht für möglich gehalten dass man A den Kontakt aufbauen kann und B dass diese Person zusagt und hat sich dann davon in Kenntnis gesetzt.

00:09:59: und er ist heute wirklich da.

00:10:02: Er ist da,

00:10:03: Leute.

00:10:03: Wir reden über – also das große Fragezeichen Karra hat es gerade schon erzählt.

00:10:07: Da prokrastinieren wir nicht!

00:10:08: Es geht ums Reisen.

00:10:10: Wir wollen mit euch und mit unserem heutigen Gast übers Reisen reden im Speziellen über das Genre Reisebücher.

00:10:19: Reiseführer?

00:10:22: Und ich glaube an dieser Stelle gibt es kein geileren Gast als the one and only in Deutschland Stefan Lose

00:10:31: Der Deutsche Lonely Planet sozusagen, in der personifizierte Deutsche Lonley Planet.

00:10:37: Er ist heute einfach hier.

00:10:38: Wollen wir ihn her schnipsen?

00:10:38: Wir

00:10:39: schnipsen ihn jetzt sehr!

00:10:39: Okay eins

00:10:40: zwei drei Hallo lieber Stefan Wie schön dass du da bist.

00:10:45: hallo hallo hallo

00:10:46: hallo.

00:10:47: Pass auf Stefan.

00:10:48: Ich glaube wir alle kennen die Abteilung In der Buchhandlung Indies uns immer hinzieht wenn wir verreisen wollen und vor allem kennen wir alle diese orangenen Reisebücher, die uns sofort ins Auge fallen und den Namen Stefan Lohse.

00:11:03: Und wir wollen wissen wer steckt hinter Stefan Lose?

00:11:07: Ja das bin ich!

00:11:08: Das bist du!

00:11:09: Stefan wenn man dich googelt und bei Wikipedia mal liest dann steht da Stefan Loshe ist ein deutscher Reisender.

00:11:15: Das finde ich irgendwie eine schöne Bezeichnung.

00:11:18: also wir haben ja kann man so sagen Der Eintracht bei Wikipedia, der ist zu unserem vierzigsten Jubiläum hier gemacht worden von Autoren.

00:11:29: Die haben das gemacht.

00:11:30: Ich habe da keinen Einfluss drauf gehabt und seitdem steht es halt...

00:11:34: Seitdem bist du ein Reisender?

00:11:35: Aber bist du dich

00:11:36: selber auch als Reisenden bezeichnen?

00:11:39: Ja ich denke schon auf das ganze Leben ist ja irgendwie eine Reise und bei mir ist es vielleicht ein bisschen sehr ausgeprägt.

00:11:46: also ich komme aus der DDR Und meine Familie ist noch vor der Mauer, also als Berlin noch keine Mauer hatte und man konnte mit der U-Bahn einfach in den Ostsektoren, Westsektor fahren.

00:11:56: Sind wir nach Westberlin und dann nach Westdeutschland gegangen.

00:12:01: Das war schon eine große Reise mit dreizehn Jahren.

00:12:04: Das waren Rieseneinschnitt in meinem Leben.

00:12:08: Deshalb, Reisender ist eigentlich richtig.

00:12:10: Und das hat sich dann immer weiter fortgesetzt.

00:12:14: Zwei Jahre später bin ich dann mit fünfzehn Jahren zum ersten Mal nach Sizilien gefahren.

00:12:19: Mit einem italienischen Gastarbeiter also mit fünfzen ohne Eltern und das musste ich auch meinen Eltern gegenüber durchsetzen.

00:12:28: Ich habe ihn gesagt, ich gehe.

00:12:31: Und das wussten sie auch, dass ich das dann machen würde.

00:12:34: und ich bin also mit diesem italienischen Gastarbeiter den ich kennengelernt habe in einer Schreinerei.

00:12:41: Wir haben ab und zu, hab ich musste schon ein bisschen Geld verdienen meine Eltern hatten kaum was.

00:12:45: wir kamen aus dem Osten ja und Dann habe ich ihn kennengelernen und er kam dann plötzlich mit der Idee Ja Du kannst mit mir fahren nach Sizilien und ich fahre im Sommer da zwei Monate dahin.

00:12:59: Und da war es natürlich Feuer und Flamme, das war wieder mal was ganz Neues!

00:13:03: Und ich bin da nach Sizilien gefahren, mit der Eisenbahn natürlich.

00:13:06: Das hat Tage gedauert.

00:13:08: Ja, das kann

00:13:08: ich mir vorstellen.

00:13:09: Das

00:13:09: dauerte heute noch aber damals ja... Das

00:13:11: war natürlich ein Rieseneinschnitt wieder eine ganz fremde Kultur.

00:13:15: Sizilienne war auch damals noch ganz anders.

00:13:17: sich, was seit den mehreren Male wieder in Siziliene, aber es ist dann völlig anders geworden und kein Mensch sprach deutlich.

00:13:23: Ich musste also, war gezwungen Italienisch zu lernen sehr schnell.

00:13:26: Mit dreizehn Jahren klagt das auch sehr gut so etwas.

00:13:29: Also ich werde jetzt gleich achtzig, da tut man... sich merklich schwerer mit einer Fremdsprache.

00:13:34: Aber sprichst du italienisch?

00:13:36: Ein bisschen, ja!

00:13:37: Also es geht so... Ciao.

00:13:39: Ja, nicht nur ciao ... Bella ciao!

00:13:43: Genau und dann ist er vorbei.

00:13:45: Dann war ich in Zizil und seitdem hat mich das wahnsinnig fasziniert so in andere Kulturen zu kommen und mich damit auseinanderzusetzen.

00:13:53: Das war der Anfang, dann kam die sechziger Jahre bin ich in ganz Europa per Anhalte rumgefahren auch nach Nordafrika, nach Algerien, in Marokko, Tunesien...

00:14:05: Das war damals sicher auch wild oder?

00:14:08: Es war gar nicht so wild.

00:14:10: Es war wild insofern, dass dann der Israelkrieg ausgebrochen ist und plötzlich auch gegenüber Europäern ziemlich Feinschaft da gewesen ist aufgrund des Krieges.

00:14:24: Und wir haben die Reise dann abgebrochen.

00:14:26: Wir wollten noch nach Libyen oder Ägypten.

00:14:28: Also wir wollten eigentlich rein mal rund ums Mittelmeer.

00:14:31: Das war der Intention... Da war ich dann achtzehn oder sowas?

00:14:38: Ja, draußen geschlafen immer auch in Straßengräben und Neubauern und so.

00:14:43: Und wenig Geld verbraucht.

00:14:45: Das war dann die zweite große Reise und die wurde dann abgebrochen Auch in bis Athen mit per Anhalter gefahren, alle sind sechziger Jahren.

00:14:55: Ich bin sehr viel gereist und dann kam... Es

00:14:58: klingt wie eine riesige Abenteuerfilm?

00:15:00: Ja war auch!

00:15:01: Das waren ja noch mehr, viel mehr Abenteurer.

00:15:03: Und das ist glaube ich der große Unterschied zwischen Reisen heute und damals.

00:15:08: Man hatte ja keine Kommunikation mit zu Hause.

00:15:11: Das ist ja heute völlig anders.

00:15:13: Ich meine, wenn ich die jungen Leute sehe sind die ganze Zeit über WhatsApp oder was weiß ich per Bild sogar verbunden und damals klappte das natürlich überhaupt nicht.

00:15:23: Es ging ja gar nicht.

00:15:23: man konnte höchstens in den größeren Städten mal ein Telefongespräch anmelden was sehr sehr teuer war und da musste man auch zum Teil warten bis es überhaupt durchging.

00:15:34: und... ...das hat sich natürlich total geändert und ich bin dann In den letzten Jahren war er auf dem Hippitrail nach Indien.

00:15:45: Erzählen mehr über den Hippi-Trail nach Indiens?

00:15:47: Ja, das waren natürlich schon ... auch per Anhalter.

00:15:50: Da hatte ich ja schon aufgrund von Europa und Nordafrika eine ganze Menge Erfahrung.

00:15:55: Und wir sind dann auch zu zweit mit einem Freund zusammen bis nach Nepal.

00:15:59: ... per Anhalter und mit Bussen.

00:16:01: Na was er eben so angefallen ist?

00:16:03: Über welchen Zeitraum reden wir hier?

00:16:06: Das waren ungefähr fünf Monate.

00:16:08: Ist das wahnsinnig!

00:16:10: Ja, Afghanistan, Iran war damals noch unter dem Schaar... ... und Afghanistan war Mittelalter also wirklich richtig Mittelalter.

00:16:20: Es war wieder eine neue Zeitreise.

00:16:25: Ich kann mich noch erinnern in einem Bus, in dem wir gefahren sind.

00:16:28: In Afghanistan saß dann neben mir auch so ein junger Typ.

00:16:32: Der war vielleicht um die zwanzig und der hatte einen riesen Krummschwert hier an der Seite dran neben mir.

00:16:39: Also wir dann in Pakistan und Indien waren ja auch schon geteilt damals Und Pakistan war eigentlich ein sehr moderner Staat damals und Indian war richtig... Indian War So Ein Kopftrip Weil du hast so viel Armut gesehen, das kann man sich heute auch gar nicht mehr vorstellen.

00:17:00: Indien ist auch nicht mehr so.

00:17:01: Aber damals war... Das war schlimm und da sind viele Leute die auf dem Hip-Hit Trail waren erst mal ausgeflippt.

00:17:10: Wenn

00:17:10: du damit konfrontiert wirst mit wirklich Basisarmut ja?

00:17:14: Also die Leute hatten nichts!

00:17:18: Das war dann schon so ein Hammer.

00:17:19: ich bin noch jahrelang nicht mehr nach Indien gefahren Und danach bin ich dann nach Südostasien und nach dem Studium.

00:17:26: Ich habe dann Abitur nachgemacht, hier in Berlin und hab dann studiert als Lehrer.

00:17:31: Ich wollte mal Lehrer werden.

00:17:34: Und nach einem ersten Stadzexamen was bei mir ... nicht so toll verlaufen ist.

00:17:42: Ich habe eine Note III gehabt und da hast du keine Referendarstelle gekriegt, damals gab es eine Menge Referendare mit Note III in Geschichte und Englisch war nichts.

00:17:52: Und deshalb bin ich dann auf die Idee gekommen noch weiterzufahren.

00:17:57: Ich hab sehr viel gutes Geld verdient, ich war Taxi-Fahrer.

00:18:00: das war damals eine sehr lukrative Angelegenheit Und ich habe dann halt dreißig Tage im Monat gearbeitet, jeden Tag zwölf Stunden und so.

00:18:10: Und da hatte er auch sehr schnell wieder Geld zusammen und konnte dann sechs Monate nach Asien fahren.

00:18:14: Das

00:18:15: klingt echt

00:18:16: so wunderschön!

00:18:17: Da kam bei der zweiten großen Reise die Idee, dass ich das mal alles irgendwie ordnen könnte oder aufschreiben könnte und eben nicht nur jetzt die Kommunikation mit anderen Leuten sondern das Aufschreibe.

00:18:30: Und das hab' ich dann gemacht ... und ich hatte immer noch keine Referendarstelle.

00:18:39: Und dann habe ich angefangen mit dem

00:18:41: Südostasienbuch.".

00:18:42: Genau, das wäre jetzt meine Frage gewesen!

00:18:44: Wie kommt man denn auf die... Also erste Frage?

00:18:48: Du wusstest ja wahrscheinlich gar nicht so richtig wie es da in diesen ganzen Ländern aussieht was auf dich zukommt usw.

00:18:55: Das finde ich schon mal krass weil wenn ich heute irgendwie reise dann ist es immer so okay.

00:19:01: Ich guck schon mal vorher, wie sieht das da aus?

00:19:04: Ich hab irgendwie eine Vorstellung davon.

00:19:06: Du bist ja wirklich komplett ins Blaue reingereist.

00:19:10: und dann eben wann kam die Idee oder dieser Wunsch, das auch aufzuschreiben und weiterzugeben.

00:19:15: Also wenn es blauer reingerecht war ist schon richtig der Ausdruck.

00:19:18: Aber das habe ich ja vorher in Europa gemacht.

00:19:20: Sizilien war auch ins Blau.

00:19:23: Damals, als ich noch jünger war.

00:19:23: Aber stimmt!

00:19:24: Das ist eine Total... Also so wie du es gerade gesagt hast, das ist in der Total andere Art zu reisen, wie wir uns das heutzutage gar nicht vorstellen.

00:19:29: Ja ja, völlig anders.

00:19:30: Vor allem

00:19:30: können wir uns was sich vorstellen weil es eben Bücher wie deine gibt und

00:19:34: es gab gar keine Bücher damals.

00:19:36: Es gab nichts.

00:19:37: Diese Genre Buch gab es nicht, Reiseführer?

00:19:39: Es gab schon Reisefürer.

00:19:40: Es gab den Polyclot.

00:19:41: Polyclott ist so ein Heftchen gewesen mit Schwarz-Weißzeichnungen drin.

00:19:46: Das war das Einzige was es eigentlich gab.

00:19:48: aber dann in der Mitte Ende des Siebzigerjahres entstanden so ein paar im Selbstverlag Aschiner Reisefuhr und da war ich auch dabei.

00:19:58: Wie umfangreich war das erste Buch was du geschrieben hast?

00:20:01: Das war schon ziemlich umfangreichen.

00:20:03: Es hatte Südostasien also Indonesien Malaysia, Singapur, Burma, also Myanmar wie man heute sagt Thailand.

00:20:14: Ja, das war's.

00:20:15: Wow!

00:20:16: Ja und dann kam halt die Idee da bin ich hier wieder zurück... ...und dann habe ich angefangen.

00:20:21: also ich hab schon unterwegs eine Menge aufgeschrieben.

00:20:23: Das wollte ich gerade fragen hattest du einfach hast du alles schriftlich natürlich auf Zettelnutzen?

00:20:26: Ich wollte

00:20:27: eigentlich einen Roman schreiben.

00:20:28: ja

00:20:29: und ich hatte eine kleine so eine Olympia Reiseschreibmaschine mit in meinem Rucksack drin.

00:20:34: Wirklich?!

00:20:34: Wie schwer

00:20:35: war die?

00:20:35: um?

00:20:35: wie groß war

00:20:36: sie?

00:20:36: Na das ist es gab so ich weiß nicht wie das Modell jetzt hieß Aber das war so eine, die konnte ich mit im Rucksack... Ich habe wenig Sachen dabei gehabt.

00:20:45: Braucht man ja auch gar nicht so viele und hatte die Reißeschreibmaschine mit dem Rucksackerin und hab dann angefangen auf Philippine mich mit einem Roman zu beschäftigen.

00:20:57: Und es ging natürlich dann auch ums Reisen.

00:21:00: aber nach so ungefähr Monat habe ich festgestellt ist doch nicht das Richtige!

00:21:08: Dann habe ich's sein gelassen Und habe dann gedacht, eigentlich schreibt doch mal sowas auf.

00:21:13: Was die Leute so erzählen wo sie gewesen sind und macht so eine Art Reiseführer.

00:21:18: und das hab ich dann umgesetzt.

00:21:21: Jogg das dich noch in den Fingern?

00:21:22: weil auch irgendwann diesen Roman zu schreiben?

00:21:25: Nee.

00:21:26: Gar nicht?

00:21:28: Nein, ich mach jetzt kein Roman mehr...

00:21:32: Eine Autobiografie vielleicht.

00:21:34: Ja, da habe ich schon ein paar mal Ideen gehabt aber ich glaube, ich wäre langsam zu alt um sowas auch noch umzusetzen.

00:21:41: Wie können wir uns das genau vorstellen Stefan?

00:21:42: Du bist an diesen Orten.

00:21:44: die Hauptarbeit so stelle ich mir das vor besteht darin mit Einheimischen in Kontakt zu treten richtig?

00:21:50: Nee Ach so, doch mit Einheimischen natürlich als Reisender.

00:21:56: Aber für das Buchprojekt sind es nicht unbedingt die Einheimische, sondern das sind die auch Umreißen.

00:22:02: Das sind alles junge Leute gewesen damals...

00:22:04: Du behältest dich mit den Travellern und ihr unterhaltet euch wo was?

00:22:07: Wo warst du Essen?

00:22:08: Ja

00:22:08: genau,

00:22:09: wo

00:22:09: die herkommen wie sie da hingekommen sind und das gab's ja alles nicht.

00:22:12: Es gab kein Netz, also keine Infos.

00:22:15: Und du musstest dann halt zum Busbahnhof gehen für die Recherche, dann wird das Buch und hast die ganzen Kampagnes alle abgefragt.

00:22:22: Wo fahren die Busse hin?

00:22:23: Wann fahren sie?

00:22:24: Was kosten die uns?

00:22:25: so weiter?

00:22:27: Das habe ich auch umgesetzt in allen größeren Orten.

00:22:31: Gerade Eisenbahn- und Busverbindungen waren noch wichtiger als Eisenbahnen.

00:22:36: Und hab das dann gefragt, hab es aufgeschrieben.

00:22:38: Natürlich hat man alles damals aufgeschoben auf Büchlein und Zettelchen Und da ist mir auch eine ganz schlimme Sache passiert.

00:22:47: Ich habe dann meine Frau kennengelernt und die hat dann auch mitgemacht, wir haben das ja zusammen gemacht.

00:22:54: Wir waren mal in Bali Und da haben wir auch alles in so ein Heftchen reingeschrieben, unheimlich viel.

00:23:01: Wir waren gerade vorher auf den Molukken in Indonesien und da fährt zu Besuch keiner hin.

00:23:06: aber ich dachte es ist ganz gut im Buch mal sowas reinzubringen.

00:23:11: Wir wollten eigentlich die Leute immer nicht weg von den ausgetretenen Fahrten.

00:23:17: Da haben sich die Molukkens angeboten und wir haben alles aufgeschrieben.

00:23:19: Die konnte nur mit dem Schiff rumfahren, Schiffsverbindungen ... Ende der ganzen Reise und ich hatte von einem Freund in Bali, den ich schon lange gekannt habe und immer noch kenne.

00:23:35: Der hat mir so ein Auto gegeben, also einen offenen Safari-Cheap hieß das damals, so ein Volkswagen.

00:23:43: Da hab' ich hinten auf dem Rücksitz eine Tasche gehabt und da war es drin.

00:23:47: und ich bin so ne ganz enge Straße und da kommen plötzlich zwei Leute an gerannt ... greifen, weil der Wagen offen war.

00:23:54: Hinten rein, klauen die ganze Tasche... Die Tasche ist weg mit den ganzen Aufzeichen.

00:23:57: Mit allen Unterlagen?

00:23:59: Das ist nicht dein Ernst!

00:24:00: Unterlagen wie viel Monate Arbeit?

00:24:03: Drei.

00:24:04: Oh mein Gott.

00:24:05: Ja das war dann alles weg

00:24:06: und... Heutzutage redet man von... Festplatte gelöscht.

00:24:09: Ja, ja gut aber damals war ... Wir haben dann spät danach alles fotografiert.

00:24:15: Es gab die ganzen Fotokopier-Läden und haben alles fotografieren und woanders hingepackt und so.

00:24:20: Sicherheitskopien?

00:24:21: Und wie habt ihr euch von dem Schock erholt?

00:24:23: Naja da blieb uns nichts anderes übrig.

00:24:25: das war weg!

00:24:26: Und ich habe dann noch ein Motorrad gehabt, bin da überall rumgefahren.

00:24:29: Ich dachte was macht der Mensch?

00:24:31: Der mir die Tasche geklaut

00:24:32: hat

00:24:33: mit den Sachen.

00:24:34: Da schmeißt er irgendwo weg und mein Freund in Bali hat auch gesagt, ich soll mit dem Motorrad an den ganzen Hecken ... das sind so Hecken um die Grundstücke rumfahren, ob nichts weg war.

00:24:45: Die Tasche war weg und alle Infos waren auch weg.

00:24:48: Das ist auch passiert aber das ist später dann gewesen.

00:24:51: also am Anfang habe ich wirklich alles versucht aufzuschreiben ... bin dann hierher und habe das geordnet... ...und hab angefangen zu schreiben.

00:24:58: Und sag mal, dann als du quasi deinen ersten Reiseführer fertig hattest,... ...hast Du den auch im Selbstverlag rausgebracht?

00:25:07: Oder wie ist es gelaufen?

00:25:08: Ich habe keine Ahnung gehabt von Buchverlegen und nichts.

00:25:10: Und ich wusste ja nicht mehr was eine ISPN ist oder so.

00:25:14: Ja!

00:25:14: Und hab dann einen Freundchen Berlin gehabt der hat... Auch Bücher verlegt im Selbstverlag und der hat mir das dann alles beigebracht, was ich machen muss.

00:25:24: ... habe dann angefragt bei großen Verlagen, Dymona auch zum Beispiel... und anderen Verlagen die Reiseführer machen.

00:25:35: Ob sie Interesse hätten?

00:25:36: Da gab es dann auch Interesse bei Dymonoma zum Beispiel eine interessante Entwicklung.

00:25:41: aber das hat sich dann alles zerschlagen.

00:25:43: und dann habe ich gedacht, jetzt machst du's selber!

00:25:46: Und da ich diesen Freund hatte der mir so die Tipps, die konkreten praktischen Tipps gegeben hat... Kannst

00:25:50: Du es

00:25:50: umsetzen?!

00:25:51: ...

00:25:51: hab ich's dann auch gemacht.

00:25:53: Und dann wusste ich natürlich auch nicht, was machst du jetzt mit dem Movie?

00:25:58: Kriegst du das anders vor?

00:25:59: Ja!

00:26:00: Und?

00:26:03: Da gibt es so eine heiße Geschichte... Also wir haben zweieinhalb Tausend Bücher drucken lassen.

00:26:07: Das ist aber auch ne ganz schön große Auflage schon

00:26:09: oder?!

00:26:10: Aber darunter, das lohnt es sich nicht darunter.

00:26:15: Der Druckpreis pro Exemplar viel zu hoch gewesen.

00:26:18: Haben wir das gemacht.

00:26:19: Und dann habe ich, bin ich hier zu den Buchläten, zu Kiepert damals.

00:26:23: Kiepert war die größte Buchhandlung geografischer in Berlin und bin dann hin, hab die Bücher vorgestellt und wir haben sie alle gekauft.

00:26:30: Dann habe ich Kontakt aufgenommen mit Großhändlern in Westdeutschland Und die haben dann auch Bücher gekauft und jedenfalls waren die Bücher dann bald weg.

00:26:39: Es war komplett DIY, du hast einfach alles alleine gemacht.

00:26:43: das ist so verrückt!

00:26:44: Und wir haben aber doch heißt... Dann bin ich mit meiner Frau zusammengezogen in eine Wohnung und wir wussten nicht wo wird die Büchern lagern?

00:26:53: Im Wohnzimmer.

00:26:54: Wir haben ursprünglich nur eine Matratze auf dem Boden gehabt, wo wir geschlafen haben und dann haben die Bücher alle darunter gestapelt.

00:27:02: Auf den

00:27:04: Büchern

00:27:05: haben wir die Matratse drauf und das war ein bisschen höher so vielleicht.

00:27:08: Und dann haben wir da drauf geschlaft und konnten genau verfolgen wie die Verkäufe laufen.

00:27:14: Das heißt

00:27:16: ab und zu habt ihr ein bisschen schief geschlaven?

00:27:19: Ja dann wurde es etwas... ... professionell dann danach

00:27:24: und... Okay, aber du hast direkt mitbekommen.

00:27:26: Leute interessieren sich?

00:27:28: Ja das wusste ich!

00:27:30: Das wusste dich weil es gab ja schon die ersten so Selbstverlag-, Reiseführer Alaska nach Feuerland zum Beispiel und dann auch von Loni Planet gab's die Ersten.

00:27:40: Damals auch schon in der Welt.

00:27:41: Ja, ja, hier ist der erste Loni-Planet.

00:27:44: Das

00:27:46: muss ich jetzt einmal kurz fragen.

00:27:47: Ich wusste nicht ob ich das ansprechen soll.

00:27:49: Ist Loni planet der Hauptkonkurrenz von Stefan los quasi im deutschen Raum?

00:27:53: Loni Planet ist viel größer erstmal, weil der englischsprachische Markt ist und der eng lichsprachliche Markt ist natürlich zehnmal so groß wie der deutsche.

00:28:01: Und schon deshalb ist es eigentlich kein Konkurrent.

00:28:05: Weil man gar keine Chance haben kann.

00:28:06: Das sind

00:28:07: keine Chancen aber mittlerweile werden die alle auch ins Deutsche übersetzt.

00:28:11: das haben wir übrigens angefangen weil wir hatten dann keiner Autor und wir wollten andere Bücher machen.

00:28:15: wir haben die Loni Planets übersetzt.

00:28:17: Ach

00:28:17: das ist ja interessant

00:28:19: Und wir haben.

00:28:19: Vietnam war, glaube ich das erste Projekt was wir von Loni Planet übernommen

00:28:24: haben.

00:28:24: Bei mir ist wirklich aufgefallen das Reisende.

00:28:26: also wir reden ja auch noch später über die Veränderung durch die digitalen Medien.

00:28:31: aber auch ich war als ich achtzehn war zum allerersten Mal in Thailand.

00:28:36: mit Rucksack habe ich mich für die Orange Reise für Ausgabe entschieden und bin mit Stefan Lohse gereist.

00:28:43: Ich reise seit ich achtzehn bin sicher durch die Welt, mit den Stefan Lose Travel Handbüchern Und ich hatte immer das Gefühl, es gibt die Leute, die nach dem Lonely Planet greifen und die, die zum Stefan Lose greifen.

00:28:55: Genau deswegen fand ich das interessant, dass du jetzt auch noch die Lonely Planets mit übersetzt hast.

00:29:00: Erstmal ist es so, dass die Autoren natürlich nicht so viel Geld verdient haben.

00:29:04: Wenn bei Lonelyplanet hast du Riesenauflagen?

00:29:07: Ich weiß das, ich kenne die Loni, also die Gründe von Loni Blende sind Freunde von mir.

00:29:11: Also Toni Wieler und Morgan Wiela, die haben mal zigmal besucht in Australien... Wie schön!

00:29:16: ...ich weiß die Auflagenhöhe von denen, wenn sie also von Thailand Hundertfünfzigtausend verkauft haben dann waren wir zufrieden, wenn wir sechs oder sieben tausend Verkauft haben.

00:29:26: Und das heißt, die Autorenhohner waren natürlich auch viel niedriger für unsere Bücher ... den Autor zu finden, der das dann macht und da vielleicht was weiß ich... ... zwanzigtausend Euro verdient an einer Auflage die zwei oder drei Jahre läuft.

00:29:41: Das ist natürlich nicht viel Geld!

00:29:43: Und er muss ja auch die Reisekosten davon bezahlen.

00:29:46: Und deshalb sind wir dann auf die Idee gekommen mit Übersetzungen.

00:29:49: Dein erste Reiseführer über Südostasien war also jetzt in Druck und wurde verkauft?

00:29:54: Ja.

00:29:54: Wie ging es dann weiter?

00:29:55: Naja, dann lief das eigentlich ganz gut an und ich war dann mittlerweile auch Referendär als Lehrerin an der Schule.

00:30:05: Und ich habe mir überlegt also... Das hat mir nicht so gefallen weil es gibt da sehr viel Zwänge die du leer planen und lauter solche Sachen.

00:30:14: Ich bin mit den Schülern sehr gut zurechtgekommen.

00:30:16: Das hat mich auch Spaß gemacht.

00:30:17: aber ich hab ein Fettnäppchen nach anderem in meiner Lehrerzimmer ... bin ich reingetreten und dann habe ich es eingelassen.

00:30:27: Und hab mir gedacht, jetzt machst du die Bücher?

00:30:30: Ja.

00:30:31: Hab dann das... Meine Frau hat dann Renata hat dann das Referental ja fertig gemacht, hätte auch einen Job gekriegt an der Schule und hat dann gesagt, nee, ich mach' die Büchermit.

00:30:41: Also Renata hast du im Lehramtskontext...

00:30:44: Im Lehramt kennengelernt!

00:30:45: Okay.

00:30:46: Das

00:30:46: haben sich einfach zwei Reisende gefunden.

00:30:48: Ja, sie waren auch nicht so reißender.

00:30:50: Aber es hat Geografie geschnitten.

00:30:55: Und das war dann die praktische Geographie.

00:30:59: Welche Regionen habt ihr nach Südostasien bereist?

00:31:04: Also wir haben sehr viel bereist, aber wir haben uns eigentlich die Bücher, die wir gemacht haben über Südost Assen.

00:31:09: Das war schon genügend Arbeit.

00:31:11: Wir hatten dann ja nicht nur das Südos Assenbuch sondern wir hatten auch einzelne Länderbände.

00:31:16: Thailand und dann gab es Malaysia, Singapur und dann gabs Indonesien.

00:31:20: Wie so Auskoplungen quasi?

00:31:22: Ja, Auskopplungen, die dann intensiver irgendwie sich mit den Ländern beschäftigt haben.

00:31:26: Und das war so viel Arbeit dass wir gar nicht andere Regionen... Deshalb haben wir andere Autoren gesucht haben dann auch zum Teil welche gefunden, aber nicht immer und deshalb dann auch die Übersetzungen.

00:31:39: Und ja, dann lief das eigentlich ganz gut und wir waren... meine Viehgeld ist da nicht rumgeflossen, aber wir konnten viel reisen.

00:31:45: Ja, und dann ging es immer weiter.

00:31:48: Das

00:31:48: zweite Buch war übrigens ein England-Buch weil ich in England auch gelebt habe für eine Weile Und das war das zweite Buch, das dritte Buch war ein Berlin-Buch.

00:31:57: Ach cool!

00:31:58: Haben wir auch gemacht ja und dann kamen die Länderbände alle... ...und dann waren es schon schnell so sieben acht Bücher.

00:32:08: Ja und dann lief das eigentlich und wir dachten das können wir so weitermachen und dann haben wir's auch so weitergemacht.

00:32:13: War es dir denn wichtig bei der Auswahl der Autoren und Autorinnen dass Sie ein gleiches Verständnis vom Reisen hatten wie du?

00:32:19: Ja da haben wir

00:32:21: auch.

00:32:23: Ja, natürlich haben wir uns mit den Abends hier in der Kneipe getroffen und am Bier getrunken und haben uns unterhalten.

00:32:28: Das ist klar!

00:32:30: Mit einigen gab es dann auch große Auseinandersetzungen wenn's ums Geld ging und so... Auch daher die Übersetzungen weil das war ganz klar eine Übersetzung.

00:32:39: Wir hatten gute Übersetzer Und dann mussten wir aber auch so ein Buch umschreiben für den deutschen Markt.

00:32:46: Das ist ja nicht nur übersetzend, sondern da muss man ganz andere Informationen rein, die für Deutsche interessant sind oder Deutschsprachige.

00:32:54: Deiner Meinung nach den deutschen Reisenden dann aus.

00:32:57: Was für Informationen will der Haar?

00:33:00: Also das war damals so, ich weiß nicht ob es heute noch so ist.

00:33:03: Die wollen sehr konkrete Information-Fahrpläne und diese Sachen haben.

00:33:08: Mit

00:33:09: Uhrzeiten quasi.

00:33:11: Das war das Typische für die deutschen Bücher.

00:33:14: Das hatte Lonnie Plennett zum Beispiel nicht Nicht so intensiv wie wir das gemacht haben.

00:33:19: Wir sind wirklich an die Busbahnhöfe gegangen, was ich schon gesagt hatte und haben dann gefragt wo die Büsse alle hinfahren aufgeschrieben.

00:33:28: Da ist man aber... Das ist schon witzig!

00:33:30: Also ich fühle mich gerade total ertappt weil ich glaube es ist genau sowas wenn ich irgendwie... Ich weiß noch als ich in Georgien war da sind wir auch dann einen Busbahnhof und es hieß halt so ja der Bus fährt irgendwann morgens und ich war so was heißt denn morgens?

00:33:43: Und dann kommt man dahin Wann fährt er denn jetzt?

00:33:47: Wo ist

00:33:48: der?".

00:33:48: Und irgendwie dieses Loslassen und um dieses Gefühl reinzugehen, ist ja eigentlich egal wann er fährt.

00:33:55: Ob der jetzt in zwei Stunden fährt oder in einer.

00:33:57: Hauptsache ich kriege den und komme heute da an wo ich bin weil auf einer Reise im Urlaub und hab ja die Zeit.

00:34:04: Das ist mir teilweise schon auch sehr schwer gefallen,

00:34:08: muss ich sagen.

00:34:08: Ja aber das ist in anderen Ländern so da gibt's halt... Die Fahrpläne existieren zwar, aber die stimmen ja auch nicht.

00:34:14: Ich meine damit weiß man dann schon in Indien zum Beispiel wir sind nachdem mit den Verlag verkauft hatten mehrere Jahre hintereinander in indien gewesen Weil ich das auch aufarbeiten wollte, meine erste Erfahrung mit Indien.

00:34:29: Und das war dann schon anders und vielleicht auch deshalb weil ich andere Länder vorher kennengelernt habe, dann war es nicht mehr so dramatisch mit der Armut.

00:34:38: In Indien war's dann so wenn du da hingegangen bist wann fährt denn der Zug?

00:34:42: Ja der fährt morgen!

00:34:43: Wann fährt er morgen?

00:34:44: Ja morgen!

00:34:48: Dann haben die natürlich alle Verspätungen... Ich weiß noch wir waren in Varanasi Und da lagen die Leute, Treppler lagen ja am Bahnhofshalle rum und auf ihren Decken da und warteten auf den Zug.

00:35:02: Und ich hoffte, wie lange wartet ihr denn?

00:35:04: Nö, wie vor vierundzwanzig Stunden!

00:35:09: Die Deutschen wollen das haben und dann haben wir das auch immer gemacht.

00:35:12: Das ist sehr aufwendig,

00:35:15: wenn

00:35:15: du zum Bahnhof gehst und dir das ... Weil heute ist es nicht mehr so aufwändig weil's das Netz gibt da kannst du ja alles nachgucken.

00:35:22: Ob das immer stimmt?

00:35:22: Ist eine andere Sache aber du kannst danach gucken.

00:35:25: Ich hab' ne Frage dazu Wenn du jetzt gerade das beschreibst mit diesen Fahrplänen usw.

00:35:31: wie schnell Geht es, dass so einen Reiseführer dann auch ein Update braucht?

00:35:37: Ab welchem Zeitpunkt hast du gesagt, okay wir müssen jetzt mal gucken.

00:35:41: Gibt es überhaupt das Restaurant was ich da empfohlen habe?

00:35:45: Ist die Zugverbindung noch die oder ist es eine andere?

00:35:48: wie oft habt ihr Updates gemacht?

00:35:49: Wir haben am Anfang für die Ascent-Titel haben wir immer zwei Jahre gehabt.

00:35:54: Das ist ja auch aufwendig

00:35:56: und das ist sehr aufwändig weil natürlich wenn du in der Auflage vier Jahre verkaufst kannst du größere Mengen drucken dann werden die Druckkosten geringer logisch.

00:36:06: Aber zwei Jahre war so ein Thema, was wir immer gemacht haben.

00:36:10: Später dann auch verschiedene Bücher drei Jahre aber da drüber nicht weil das dann stimmt vieles einfach nicht mehr.

00:36:19: Das ist nicht nur die Fahrpläne.

00:36:20: Dann sind Restaurants weg oder

00:36:22: Hotels

00:36:24: sind weg und

00:36:25: kosten es doppelte.

00:36:26: Ich

00:36:26: kann mich erinnern als wir ... Das war es in frühen Achtzigern sind wir nach Singapur gekommen und ich war schon vorher mal in Singapore.

00:36:34: Und ich hatte ein tolles Hotel, das hieß Sanwa.

00:36:38: Das ist ganz billig!

00:36:40: Also meine Singapurt ist heute eine der teuersten Städte der Welt.

00:36:43: aber das Sanwa-Hotel kostete damals Anfang der achtziger was weiß ich?

00:36:48: Fünf oder sechs Mark, damals noch Mark die Nacht und war natürlich auch nichts irgendwie Luxuriöses oder was so ein Badezimmer war.

00:36:57: da Dusche war irgendwo draus.

00:37:00: Und ich komme mit Renate da an in Singapur und sage jetzt fahren wir ins Sanvah Hotel.

00:37:05: Wir sind im Bus in die Stadt rein, ich komm' in die Straße rein... ...und die ist weg!

00:37:10: Die ganze Straße, wo das Hotel war... Die

00:37:12: Straße ist weg?

00:37:13: Ja, die Straße gibt's noch, die heißt noch so aber es sind völlig neue Häuser rechts und links.

00:37:18: und ich dachte mir mein Gott ja und das ist so typisch gewesen auch wie schnell lebe ich gerade in Südos Assen dass alles ist Und wie sich das alles sehr schnell ändern kann.

00:37:29: Das haben wir dann gemerkt und deshalb haben wir auch zum Teil eben drei Jahre dann eingesetzt, weil du kannst es nicht alle wieder ablaufen.

00:37:40: Also ist schon ein bisschen kompliziert gewesen... ...und du hattest ja kein Netz!

00:37:44: Anfang der Achtziger war immer noch nichts.

00:37:51: Die Situation für Reiseführer jetzt, da wir überall mit Isims Zugang zu unserem Handy haben und Instagram haben.

00:37:57: Und Blocks lesen können?

00:37:59: Ja das ist... also bei Blocks bin ich sehr skeptisch weil das sehr subjektive Sachen sind von Leuten die vielleicht mal da und dort und da sind aber nicht irgendwie was Zusammenhänges rausbringen.

00:38:12: Wir hatten ja immer das Konzept mit dem Buch Und wir wollten also auch die Hintergrundinformationen reinbringen und wir wollten auch so detailliert wie möglich sein.

00:38:22: Und die Leute irgendwie, was ich schon sagte auf weg von den ausgetretenen Fahrten bringen.

00:38:29: Das hast du bei Plox nicht!

00:38:30: Das ist alles sehr schön und dann ist auch noch ein bisschen Werbung drin weil sie müssen ja auch etwas verdienen.

00:38:39: Aber du kannst natürlich im Internet sehr viel recherchieren.

00:38:42: Genau, du kannst irgendwann zu

00:38:43: Booking.com oder anderen Hotelplattformen

00:38:45: kommen?

00:38:46: Ja Book,

00:38:46: ja Damals hat man den Reiseführer aufgeschlagen und geguckt welches Hotel ist in meiner Nähe?

00:38:52: Heute macht das Booking.

00:38:54: Das ist international.

00:38:55: Wie siehst

00:38:56: Du die Zukunft für Reiseführer?

00:38:58: Ich sehe die nicht besonders positiv.

00:39:00: ich denke das fällt alles irgendwann mal weg.

00:39:02: da gibt es dann keine Reisefuhr mehr.

00:39:05: Wir haben das Glück dass wir bei dem größten Reiseführer-Verlag in Europa sind bei Maya de Mont.

00:39:11: Da hattet ihr verkauft?

00:39:12: Da haben wir verkauft und das war ein Glückstreffer, sonst würde es die Bücher jetzt auch nicht mehr geben.

00:39:19: Und die haben halt ein gutes Vertriebssystem.

00:39:21: Die sind präsent in den großen Läden und die anderen Verlage, die da noch Reiseführe machen, die tun sich sehr schwer.

00:39:30: Es ist ja schon ... Also es ist ja auch im Reisefuhrermarkt so dass du einfach Du musst ja eine Marke aufbauen, du musst ja Vertrauen aufbauten.

00:39:38: Die Leute müssen dir vertrauen.

00:39:39: also Janik hat vorhin gesagt er hat mit achtzehn das erste Mal irgendwie den Stefan Lose Reiseführer eingepackt und ich erinnere mich auch noch bei uns in... Ich komme ursprünglich aus Freiburg da gibt es das Landkartenhaus Vogt und meine Mutter hat mich dahin geschleppt und hat halt auch gesagt so jetzt kaufen wir einen Reisefuhrer weil dann bin ich irgendwie nach Uganda gefahren Und dann hat man diese Reiseführer und das war schon auch so Nähne mal den Stefan Lohse, weil da sind immer gute Tipps drin.

00:40:07: Oder eben nicht den Lonie Planet nehmen, weil wer weiß irgendwie und

00:40:12: das ist glaube ich... Kann ich mal kurz um einen Lonie-Planet hat in einem Nachtteil die haben riesige Auflagen.

00:40:18: Das heißt alle Englischsprachende Leute rennen dahin!

00:40:21: Das ist auch voll dann.

00:40:22: Nicht in die Hotels, in die Restaurants – das sind alles Loni-Planets und da gehen die alle hin.

00:40:28: Und bei einer kleineren Auflage wie wir haben, wir haben ja nicht dieselben Tipps wie Loni Planet drin gehabt in unseren Büchern, dann verläuft sich das ein bisschen mehr.

00:40:38: Aber Loni planet hat halt auch Nachteile eben aufgrund der hohen Auflage weil sie alle in dieselben Läden reinrennen.

00:40:44: Apropos Geheimtipps hast du schon mal was absichtlich nicht in den Stefan Lose reingeschrieben damit es für dich bleibt?

00:40:50: Das haben wir häufiger gemacht.

00:40:53: Nein, nein das haben wir häufig gemacht oder wir haben so eine Reise dann etwas erschwert.

00:41:01: Wie denn?

00:41:03: Tell us everything!

00:41:04: Na ja also wir waren zum Beispiel in Borneo sind wir sehr viel rumgefahren und Das ist ja nun wirklich eine sehr abgelegene Gegend.

00:41:12: Also wenn du, da kannst du nur mit dem Boot fahren auf Flüssen und das heißt, du brauchst auch Grundkenntnisse der jeweiligen Sprache dar.

00:41:20: Das kannst du dir aneignen.

00:41:23: Und wir haben dann so sich Sachen geschrieben wie... Wir hatten tolle Erlebnisse gehabt in diesen langen Häusern die wirklich noch ursprünglich waren.

00:41:37: Jedenfalls haben wir dann immer reingeschrieben, ja sitzt euch an die Boots an der Stelle.

00:41:42: Aber eigentlich müsste ich dir etwas Sprachkenntnisse haben und vor allem braucht ihr viel Zeit.

00:41:47: Und damit waren schon eine ganze Menge Leute weg,

00:41:50: die gar

00:41:50: nicht auf die Idee kommen.

00:41:52: Weil das ist auch nicht gut wenn in so ein Langhaus mit dreizig Türen also sehr einen Haus wo dreißig Familien wohnen oder fünfzig und wenn dann zu viele Touristen da hinkommen.

00:42:07: Das ist nicht gut verträglich.

00:42:12: Und dann haben wir es halt einfach so auf die Adenweise erschwert.

00:42:14: Es gab einfach Floskeln, der wusste, wie man sie reinbringen kann und dann fallen schon ein paar Leute weg?

00:42:19: Ja da fallen Leute weg!

00:42:20: Gibt es aber für den inneren Kreis an Freunden und Freundinnen das inoffizielle Reisebuch?

00:42:25: Ja klar wenn Leute mich fragen... ... die ich kenne und ich weiß, wie sie sich verhalten.

00:42:30: Und so dann kann ich natürlich auch sagen der Vater dahin geht zu dem Typ ... ... und der Typ weiß genau wann das Boot fährt oder ob ein Boot fert... ...und dann könnt ihr das machen.

00:42:40: Das ist ja Wahnsinn!

00:42:40: Ja klar aber das musst du ja nicht veröffentlichen.

00:42:42: Nee,

00:42:43: sehe ich genauso.

00:42:45: Stefan gibt es eine Sache, die in keinem Backpack-Rucksack fehlen durfte?

00:42:50: Damals?

00:42:51: Ja dein wichtigstes Utensil

00:42:53: Neben der

00:42:54: Schreibmaschine

00:42:55: habe ich ja dann nicht mehr mitgenommen.

00:42:57: Ich hab dann alles handschriftlich geschrieben Ja, der pass Du brauchst einen richtigen Pass.

00:43:05: also wenn du ohne ohne pass oder wenn du ein pass verlierst das ist ja das ein drama.

00:43:12: Das ist

00:43:12: noch viel schlimmer gewesen damals.

00:43:14: Du brauchst ja für fast jedes Land ein Visum, du musstest hier in Berlin zur Botschaft drin oder zum... Damals war Berlin auch noch nicht Hauptstadt.

00:43:21: dann hast du also hier das Generalkonsulat gehabt.

00:43:24: da musstest du hingehen, muss einen Visa-Antrag ausführen und wenn der Pass weg war dann ist ... Dann war es nicht schön.

00:43:35: Ich würde sagen der pass und natürlich auch dass du ein bisschen Geld hast.

00:43:41: Denn ohne Geld bist du auch sehr aufgeschmissen, wenn dir dann unterwegs das Geld geklaut wird was ich auch mehrere mal erlebt habe... Dann ist das unangenehm.

00:43:51: Da fällt mir gerade wo du Geld sagst.

00:43:53: da fällt mir grade auf dass es ja total krass da gab's ja wahrscheinlich gar nicht.

00:43:56: also jetzt kann man ja immer mit der Visa einfach abheben wie habt ihr das gemacht

00:44:01: früher?

00:44:02: Damals gabs Reisechecks.

00:44:04: American Express war eigentlich so die Nummer eins.

00:44:08: Und ja, American Express.

00:44:10: nur hast du Reissichicks gekauft.

00:44:12: Hier bei einer Bank und die kommt in Dollar – US-Dollar – und dann konntest du sie in dem jeweiligen Land bei der irgendeiner Bank einlösen und hast dein Landeswährung gekriegt.

00:44:25: Du kannst es auch cash dollar, musstest du auch immer ein paar haben?

00:44:28: Also es lief nur über Dollars!

00:44:30: Man hat quasi Dollar mitgenommen, weil die konnte man überall tauschen.

00:44:33: Ja und weil du überall Dollar tauchen konntest?

00:44:36: Und eben Reisechecks war ja relativ sicher denn wenn die geklaut worden sind dann hast du das Ersatz gekriegt von American Express und die konnten ihr auch nicht unbedingt die Reise-Checks einlösen wenn sie nicht den entsprechenden Pass dazu hatten.

00:44:49: Das war alles rein, es gab keine... Es

00:44:52: ist natürlich total absurd weil wir irgendwie meine erste Reise bei Zwei-Tausendzehn so.

00:44:58: Aber das ist so interessant!

00:45:00: Du

00:45:00: gehst zu jeder ATM-Holz-Zitare und du steckst deine Katarinenholz Geld raus?

00:45:04: Das gab's ja alles nicht.

00:45:06: Du bist einfach in einer Zeit groß geworden in der so etwas wie ein Reiseführer noch nicht existierte und du bist dafür verantwortlich dass so viele Menschen so toll durch Länder reisen können.

00:45:17: Das ist wirklich wahnsinnig.

00:45:19: Ja, im Hintergrund hatte ich natürlich auch, dass die Leute vielleicht irgendwas lernen durch das Reisen.

00:45:27: Also da gab es schon so ein didaktisches Moment.

00:45:30: Was ist das?

00:45:31: Wir haben hier beide gleichzeitig...

00:45:33: Was hast du gelernt?

00:45:35: Das was ist das prägendste, was bedeutet Reisenkrieg?

00:45:38: Ich

00:45:38: habe sehr viel Toleranz gelernt an solchen Kulturen gegenüber, die ich nicht verstehe und ich kann ja nicht alle Sprachen reden.

00:45:47: Aber ich hab gelernt Toleranz, den Kulturengegenüber.

00:45:51: Und ich hab auch ... denke ich so ein bisschen bestimmte Dinge, die hier normal sind als ... würde ich als Normal bezeichnen in Frage zu stellen?

00:46:01: So Privilegien, die wir haben.

00:46:03: Ja, Privilegen haben wir sehr viele hier.

00:46:05: Also ich meine alleine unser Krankensystem ist es ja ...

00:46:08: Wenn

00:46:08: du das erzählst, sind Indien irgendjemanden, die greifen sich an Kopf

00:46:12: und du hast wahrscheinlich auch viele Dinge sehr zu schätzen gelernt?

00:46:16: Kannst du so einen...

00:46:18: Ja, Gastfreundschaft ist zum Beispiel in islamischen Ländern.

00:46:21: Gastfreundenhaft ist was ganz tolles.

00:46:23: Das gibt es hier nicht.

00:46:25: Da guckt man ja immer erst mal wenn du irgendein Moslem hier rumlaufen siehst mit dem Bart und dann guckst du da erstmal so ein bisschen hier und da unten ist es genau das Gegenteil.

00:46:37: also du bist als Fremder Wirst du aufgenommen und du kriegst ein Essen.

00:46:42: Und tolle Sachen erlebt,

00:46:44: ja.

00:46:44: Das Gespräch hatte ich auch zuletzt mit einer Kollegin von mir die in Deutschland zwar groß geworden ist aber türkische Eltern hat.

00:46:51: Ja.

00:46:51: Sie auch sagt das Schlimmste für sie ist dieser ... Mitzubekommen wie ihre Eltern... In einen Land gekommen sind indem die Türen geschlossen werden wenn andere Leute kommen und sie zu Hause haben alle Leute reingelassen.

00:47:05: Ein

00:47:05: Fremder wenn der da hinkommt wird nicht feindlich ... als Feind gesehen, sondern als Gast.

00:47:11: Das

00:47:11: ist toll!

00:47:12: Aber hast du das Gefühl, dass du dir selber auch irgendwie eine andere Offenheit dann mitgenommen hast?

00:47:18: Ja klar.

00:47:18: Leuten gegenüber?

00:47:19: Ich habe ja Gasfreundschaft bedeutet mir schon was.

00:47:22: und wenn die Leute bei mir kommen... ...dann sind sie da.

00:47:26: Ich

00:47:26: glaube, da sollten wir uns alle ne Scheibe von abschneiden und vor allem auch der Toleranz,... ...die du gerade angesprochen hast ist etwas, was ja grade einfach fehlt und vorhanden sein sollte.

00:47:37: Ich finde es ganz toll, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast, Stefan.

00:47:42: Bevor wir dich aber entlassen haben ja noch zwei Wichtige-Programmpunkte.

00:47:47: Wir fragen alle unsere Gäste und Gästinnen nach drei Buchempfehlungen.

00:47:51: Hättest du da welche für uns?

00:47:54: Ja!

00:47:54: Also

00:47:54: ich habe zum Beispiel mein Lieblingsauto ist Chad Kerouac on the road.

00:48:02: Das

00:48:03: ist eigentlich das Buch, was ich schon in den Sechzigerjahren, wenn ich da irgendwie draufgekomme.

00:48:08: Das war ja damals auch noch die Zeit, hat er auch noch gelebt glaube ich und das war so mein Lieblingsbuch gewesen.

00:48:17: Und dann lese ich natürlich jetzt auch andere Bücher... Welches

00:48:21: liegt denn momentan auf dem Nachtschrank?

00:48:23: Ja Bella Germania zum Beispiel von Daniel Speck hast du glaube ich finde ich sehr schön und er hat ja auch noch zwei andere Bücher geschrieben, die sich mit ähnlichen Problemen oder Familienproblemen beschäftigen.

00:48:38: Und was habe ich noch?

00:48:41: Ich lese sehr viel indische Literatur.

00:48:44: Die erscheint ja meistens in Englisch Und da habe ich den Dallrümpel heißt der Mensch.

00:48:51: William Dallrümpel, der schreibt sehr viel über indische Geschichte Die Familie ist ... Das

00:48:57: sind die Sachbücher oder Fiktionale Bücher?

00:48:59: Sachbühcher und da versteht man eine ganze Menge über Indien.

00:49:04: Ich hab mich hervorhin erzählt, sehr lange mit Indien beschäftigt und dahlrümbel wurde ich... eine ganze menge Bücher hat er geschrieben.

00:49:13: Ja, was soll ich?

00:49:14: Es

00:49:15: sind ja schon drei.

00:49:17: Bevor wir noch unseren zweiten Programmpunkt das entweder oder machen habe ich noch eine Frage an dich die mir noch vollkommen unter den Nägeln brennt, die ich bis jetzt vergessen hab gibt es einen Ort den du gerne noch bereisen würdest?

00:49:28: Stimmt!

00:49:29: Wo ich noch nicht gewisse... wo du

00:49:30: noch nicht warst?

00:49:33: Eigentlich nicht.

00:49:34: Ich habe schon so viele Orte überreist und ich fahre auch gerne wieder an die Orte zurück, wo ich gewesen bin um die Veränderungen zu sehen.

00:49:41: Das ist ja, also Indien hat ich vorhin gesagt, von Indien in den Neunzebten und jetzt ist es ein unterschiedlicher Tag und Nacht.

00:49:47: Es ist nicht mehr das gleiche Land?

00:49:48: Ja, also ich hab kein Bedürfnis, ich war nie in Südamerika.

00:49:53: USA habe ich sehr intensiv bereist, weil ich Vorurteile eigentlich abbauen wollte.

00:49:58: Aber das hat nicht geklappt.

00:50:01: Wir haben... Ich bin mehrere Jahre hintereinander immer so sechs, acht Wochen mit dem Auto dann von Seattle nach Florida oder von Maine nach San Diego gefahren auch im mittleren Westen und so aber muss sich nicht unbedingt wieder hin?

00:50:19: Und meine Vorurteilten war sehr schwer, da einige etwas zu verschieben oder abzubauen sowieso nicht.

00:50:28: Und ja ich fahre sehr gerne in Europa.

00:50:31: Ich war letztes Jahr waren wir ganz lange in Andalusien.

00:50:36: Sehr schön und ja Italien sowieso.

00:50:42: Grazie.

00:50:42: Wir sind einmal um die ganze Atria rumgefahren mit dem Auto auf der bis Griechenlandrunde, auf der östlichen Seite und dann mit der Fähre nach Italien und da wieder zurück.

00:50:53: Und auch so ja was ich noch eine der besten reißen und da würde ich vielleicht sogar nochmal hinfahren ist Zentral-Asien.

00:51:02: Da haben wir alle Landgrenzen überschritten.

00:51:04: Wir sind nicht geflogen sondern wir Iran sind wir nach Turkmenistan, Turkmenstein, USB-Gestan Nach Tajikistan, Kyrgyzstan China Pakistan Indien Nur den aller Landgrenzen.

00:51:18: Wow!

00:51:18: Und das war auch sehr... Da könnte ich auch viel erzählen.

00:51:23: Wir machen da noch eine zweite Folge mit Stefan,

00:51:26: aber bevor wir dich entlassen, Stefan kommt das Entweder- oder Spiel was Karaj gerade schon angesprochen hat.

00:51:31: Wir stellen dir Fragen ganz kurze Fragen die es mit einer Antwort zu antworten gilt ohne viel

00:51:38: drüber nachzudenken.

00:51:39: Ohne viel

00:51:40: nachdenken?

00:51:41: Okay.

00:51:41: Ich fange an

00:51:42: Hardcover oder Taschenbuch?

00:51:43: Taschen Buch

00:51:44: Iselsohn oder Lesezeichen?

00:51:47: Ich knick immer die Seiten um.

00:51:48: Dann Eselsohne!

00:51:51: Bücherregal sortieren, alphabetisch oder nach Farben?

00:51:55: Nach Autoren.

00:51:57: Buch mit Notizen vollkrizzeln oder heilig und unberührt lassen?

00:52:00: Teile unberühren lassen.

00:52:03: Mitten im Kapitel einschlafen oder nur noch eine Seite bis drei Uhr nachts?

00:52:07: Das Buch zu klappen.

00:52:09: Buch nach Cover- oder nach Klappentext kaufen.

00:52:12: Cover ist natürlich schwer.

00:52:16: Klappentext würde ich dann sagen.

00:52:18: Fantasie mit sieben Bänden oder Roman mit dreihundert Seiten?

00:52:22: Roman mit dreihundert Seiten

00:52:24: Lieblingsbuch verleihen, Achtung Risiko dass man es nicht wiederbekommt oder niemals aus der Hand geben

00:52:28: Verleihen.

00:52:30: Liebesdreieck oder Anti-Held mit Daddy Issues

00:52:36: Weiß ich nicht.

00:52:37: Das ist auch okay, man darf auch skippen.

00:52:39: Happy End oder Offenes Ende

00:52:41: Offenes Ende.

00:52:43: Buch oder E-Reader?

00:52:44: Buch.

00:52:45: Ein Buch zehnmal lesen, oder immer was Neues?

00:52:48: Buch zehn mal lesen.

00:52:50: Letzte Seite zuerst lesen oder niemals spoilern?

00:52:53: Die letzte Seite im Wohl ist nicht unbedingt der Abschluss eines Romans oder irgendwas.

00:52:58: Da stehen ja hinten eine ganze Menge andere Sachen drinnen über den Autor und so... Und das lese ich eigentlich immer zuerst oder die Personen, die da drin vorkommen.

00:53:06: Das lese sich eigentlich immer zuerst.

00:53:08: Okay, dann kommt die letzte Frage.

00:53:09: Buch verfüllen oder lieber als buch lassen?

00:53:11: Lieber als bucht lassen.

00:53:13: Schön!

00:53:14: Vielen Dank!

00:53:14: Das

00:53:14: war ein kleiner Wunsch der da von mir in Erfüllung ging und von Kara auch.

00:53:18: Und das war toll dass wir uns mit dir übers Reisen unterhalten.

00:53:21: Ja ich habe natürlich schon noch viel mehr erzählen können.

00:53:24: Anekdoten hab' ich ja gar nichts gemacht.

00:53:27: Du hast Anek-Dotnetz aber stimmt doch.

00:53:29: Hast du.

00:53:29: Willst du noch eine Anek Dote zum Besten?

00:53:30: Renn

00:53:31: dir noch etwas auf der Zunge.

00:53:32: Ja, soll ich es nochmal erzählen?

00:53:33: Ja bitte

00:53:34: um

00:53:34: bei dir.

00:53:35: Also wir waren auf einem Nordmollucken, auf einer Insel die einen Flugplatz hatte.

00:53:40: Da konnte man also wirklich hin auch ohne Schiff, weil Schiffsverbindungen waren immer sehr unregelmäßig und... Und da sind wir hin, mussten uns anmelden.

00:53:50: Man musste sich bei der Polizei anmelde damals, war der Indonesien und haben uns angemeldet und dann sagte der Typ.

00:53:58: Also Indonesisch können wir auch ein bisschen.

00:54:01: Wenn er aus Deutschland kommt, dann müsste unbedingt zu der deutschen Frau gehen.

00:54:09: Die hat hier ein Indoneser geheiratet und lebt die einzige deutsche Frau im Riesenumkreis.

00:54:16: Und wohnt dem?

00:54:17: Dann hat er da angerufen ... Ja ja, wir kommen vorbeikommen!

00:54:21: Da sind wir hingegangen und da hatte sich gefreut eine Berlinerin.

00:54:25: Sie hat einen indonesischen Studenten hier geheiradet Also in Berlin und dann hat der Vater, er war Indonesisch-Chinese.

00:54:36: Der hatte eine, also aus Öl gemacht, Kokosnussöl.

00:54:42: Der Vater hatte die Fabrik, der wurde alt.

00:54:44: Dann musste er zurück und die Frau ist mitgegangen.

00:54:47: Und die haben dann auch zwei Kinder da unten gehabt.

00:54:49: Die waren natürlich sehr einsam, weil keine Deutschen da waren oder nichts.

00:54:52: Ich dachte ja schon telefonieren ... Da haben wir drei Tage gewartet auf den Telefonanruf.

00:54:57: Wir wollten nach Berlin telefonieren und da mussten wir wirklich drei Tage warten.

00:55:01: Aber das sind wir nebenbei!

00:55:03: Und dann haben wir da geredet und die haben sich gefreut.

00:55:06: Und dann sagt er, warum seid ihr eigentlich hierhergekommen?

00:55:09: Und dann hat man das erzählt und so.

00:55:11: Weißt du was?

00:55:12: Dann fahrt ihr morgen mit einem chinesischen Kuprahändler der fährt auf die nächste Insel rüber nach Halmar-Herra.

00:55:20: Da könnt ihr mitfahren.

00:55:21: ich rede mit dem und dann könnt ihr mal hingehen wo alles noch sehr ursprünglich ist!

00:55:28: Und dann sind wir.

00:55:30: nächsten Morgen kam der, hat er uns dann abgeholt und dann sind wir zum Hafenrunden.

00:55:35: Dann sind wir auf so ein kleines Boot.

00:55:37: sehr klein ist also das fünf sechs Leute passen da drauf.

00:55:41: auch die nächste Insel war wirklich sichtbar es nicht so dass das weit weg war konnte auch mal zu einem kleinen Boot.

00:55:47: Und dann sind ja in dieses Dorf gekommen da wo er, wo er Diskobra einkaufen wollte.

00:55:53: und dann sagte er Das Dorf war die ersten Weisen, die überhaupt jemals dahin gekommen sind.

00:55:59: Die meisten Kanten haben noch nie Weise gesehen.

00:56:03: und dann waren wir da.

00:56:05: Und das waren natürlich die große Aufregungen und alle standen rum und guckten – und wir guckte auch!

00:56:11: Und dann haben wir da übernachtet.

00:56:13: und am nächsten Tag hat er gesagt, weißt du was wir machen können?

00:56:17: Wir können zu den ... Orang heißt ja Mensch auf Indonesisch.

00:56:22: Orang Utan ist der Waldmensch.

00:56:24: Das sind die Orang Primitif.

00:56:26: Die haben auch so genannt, die einfachen primitiven Leute.

00:56:31: Ja, das haben wir uns dann nicht zweimal sagen lassen.

00:56:34: Und da gab es dann aber schon Probleme, dass Frauen eigentlich nicht in den Dschungel durften und Renate war ja nun mal eine Frau und die war auch noch schwanger.

00:56:44: Die war am dritten Monat.

00:56:45: Dann sind wir am nächsten Morgen wirklich... Ach so, ja!

00:56:48: Dann haben wir überzeugt also die europäischen Frauen sind ganz anders wie die Frauen hier und die können auch in den Wald gehen.

00:56:53: Und Renate hat dann erzählt dass sie kann auch ganz gut Indonesisch.

00:56:57: Dass sie schon häufig im Dschungel gewinnt.

00:56:59: Und an jedenfalls durfte sie dann mit.

00:57:02: Also das war ausgeräumt Und dann sind wir los und da hatten wir einen Geiter, er hatte so eine Lanze.

00:57:08: Richtig so eine lanze, dann lief der vorne weg mit seinem Sohn und die hatten ein Stück Dschungel abgeholzt und haben da was irgendwas angepflanzt – weiß jetzt nicht mehr was!

00:57:22: Das Stück dschungeln, das sie abgeholzten war sehr nah an dem Gebiet wo die Orang Primitiv gelebt hat.

00:57:29: Wir konnten uns auch an Primitiv nichts richtiges vorstellen, was das nur sein sollte.

00:57:33: Aber wir sind mitgegangen!

00:57:34: Wir sind zu dem abgeholzten Wald gekommen und dann ist er verschwunden.

00:57:39: Dann hat er gesagt ich such jetzt mal und guck mal, ihr müsst hier warten.

00:57:43: also wie erwarteten da?

00:57:45: Da musst du noch durch den Fluss laufen bis hierher im Wasser und haben gewartet.

00:57:50: und dann kam er wieder.

00:57:52: und dann hat er erzählt Also die Männer, die laufen alle nur mit Ländenschutz rum und sie sitzen in den Bäumen und gucken uns zu.

00:58:01: Weiß nicht ob das stimmt?

00:58:03: Und dann sind wir in so eine Lichtung gekommen und dann saßen vier Frauen.

00:58:08: darum ich habe noch Fotos.

00:58:10: Vier Frauen hatten alle Kleider an Also Kleider zu europäische Kleidern und zwar mehrere übereinander.

00:58:19: Dann haben wir gefragt, dann später haben wir dann gefahren wie kommt die denn zu den Kleidtern?

00:58:22: Und da hat die Frau von unserem chinesischen Cobra-Händler erzählt ja ich bin Christin und die können ja nicht nacktrupp laufen.

00:58:29: Ich muss denn die Kleide, alte Kleider bringen.

00:58:31: und dann haben sie sehr angezogen uns zu sehen.

00:58:34: Die Männer hatten nur Ländenschutze, die sind gar nicht gekommen Und dann saßen die uns gegenüber und wir guckten uns an, das sind manchmal sehr komische Situationen.

00:58:42: Dann hatten sie so einen Topf da, da haben die Schlangen drin gekocht oder ja in Wasserschlangen gekochen bin ich vorgegangen und habe eine Schachtel indonesische Zigaretten dahingelegt.

00:58:55: Bin wieder zurückgegangen, dann sind die gekommen haben die Zigaretten genommen haben auch gleich eine geraucht Dann hab' ich auch eine gerauchte und dann haben wir gelacht.

00:59:02: Lachen ist übrigens immer bei solchen Situationen Spaß machen ist immer das Ideale.

00:59:08: Und ja...und dann sind wir wieder zurück gegangen und es waren hin- und zurück thirty fünf Kilometer.

00:59:14: Meine Frau war am dritten Monat

00:59:15: schwanger Ja,

00:59:18: und dann wussten wir auch nicht wie wir wieder zurückfahren sollen.

00:59:22: Weil der Koprahändler sagte ich bleibe jetzt hier.

00:59:26: Der hatte noch Business zu tun?

00:59:27: Er hatte da noch irgendwie Kobesnüsse zu kaufen und wir wollten aber natürlich wieder zurück.

00:59:33: Vor allen Dingen war das schweres Malaria-Gebiet.

00:59:36: die ganze Gegend mit Schwangerschaften ist auch nicht so gesund.

00:59:41: Dann hat er gesagt oh ja ich fahre euch mit dem Boot auf die nächste Insel dar Makjan.

00:59:48: hier ist die, glaube ich sogar.

00:59:50: Und da ist Markt und wenn Markttag ist dann kommen die auch von den anderen Inseln.

00:59:54: er kriegt ihr bestimmten Boot zurück nach Tarnate wo die Deutsche gewohnt hat.

00:59:59: Das haben wir dann gemacht und haben auch ein Boot gefunden der uns danach Tarnat zurückgebracht hat.

01:00:06: aber meine Frau war so geschafft von der... Mann, das war Wahnsinn eigentlich!

01:00:12: Dann haben wir beschlossen wir pressen die Reise ab und wir fliegen nach Bali und lassen es uns eine Weile gut gehen.

01:00:18: Das haben wir dann auch gemacht.

01:00:19: Dann waren wir in Bali und da hatte mir Nachbarn Deutsche, viele Deutschen schon damals in Bali.

01:00:25: Der war Arzt und der hat nachher bestätigt dass ich schwanger ist.

01:00:30: Und dann haben die Reise ganz abgebrochen.

01:00:34: Wow!

01:00:34: Ich glaube du könntest einfach noch...

01:00:41: Ich bin immer noch Fan von der Idee, dass du eine Autobiografie schaffst.

01:00:47: Danke das du bei uns warst

01:00:49: und

01:00:49: schön mit euch!

01:00:50: Das

01:00:51: ist schön, das freut mich.

01:00:53: Und ich hoffe ihr fandet diese Reiseberichte genauso krass interessant wie wir Und wir lesen weiterhin ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harbman.

01:01:04: Wir freuen uns schon ganz doll auf unsere nächste Bookklappetischen.

01:01:07: in zwei Wochen am fünften Mai kommt sie raus und wir freuen uns natürlich auf eure Spraris für die Kategorie Anruf.

01:01:14: Beantworter gerne per Mail an.

01:01:16: zwischen kottyundkapiteln.com.

01:01:19: Fehlt noch was Kara?

01:01:20: Wir freuen uns auch auf unser Live-Event, das in zwei Tagen stattfindet.

01:01:24: Übermorgen

01:01:24: kommt

01:01:25: es ja!

01:01:25: Also wenn die Folge rauskommt.

01:01:26: übermorgen sind wir im Kolosseum in Berlin

01:01:30: mit Eva Pramschüfer und ihren Debüt Roman Weißersommer.

01:01:33: Es gibt bestimmt

01:01:34: noch Resttickets müsst ihr mal schauen.

01:01:36: Buchbox Berlin.

01:01:37: Und dann freuen wir euch alle live um den Farbe in Berlin zu sehen.

01:01:41: Bis dann

01:01:41: Happy Reading.

01:01:42: Tschüss Zwischen Kottie und Kapiteln ist eine Produktion von Chop Chop Studio

01:01:50: Idee und Konzeption, Janik Schümann und Kara Wolf.

01:01:53: Vielen Dank auch an unsere Presseagentin Marie Claire

01:01:55: Kozick!

01:01:56: Und ein besonderer Dank geht raus an unser Maskottchen Felix Krug.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.